Dez 022013
 

Diese Änderungen kommen „live“

Regelmäßig treten zum Jahreswechsel gesetzliche Änderungen in Kraft, die gewöhnlich ein Update der betriebswirtschaftlichen Software im Unternehmen erforderlich machen. Da die aktuelle politische Gemengelage in Berlin nicht erwarten lässt, dass es zum 1. Januar noch zu Überraschungen kommt, können wir relativ zuverlässige Aussagen dazu treffen, welche Anpassungen für das Jahr 2014 im Bereich Rechnungswesen und Warenwirtschaft notwendig sind.

Bereits seit September 2013 kennen wir die Muster der Vordrucke im Umsatzsteuer-Voranmeldungs- und -Vorauszahlungsverfahren für das Kalenderjahr 2014. Aber auch die Zusammenfassenden Meldungen und die Dauerfristverlängerung ändern sich traditionell zum Jahresanfang. Wer Geschäftsverbindungen mit dem baltischen Staat Lettland unterhält weiß, dass zum 1.1.2014 der Euro die bisherige nationale Währung Lats ablöst. Der Umrechnungskurs wird 0,703 Lats für einen Euro betragen.

Im Bereich Warenwirtschaft könnte es wegen Intrastat noch zu einer Änderung in 2014 kommen. Das Statistische Bundesamt hat allerdings nichts veröffentlicht. Wir rechnen daher momentan nicht mehr damit, dass hier zum 1.1.2014 noch etwas kommt.

Aktuell plant Sage das Update der Office Line 2013 (Version 6.1) Mitte Dezember per Live Update zu veröffentlichen.

 

Version 2014

Die neue Jahresversion 2014 wird dann technologisch einige Änderungen und Entwicklungen mit sich bringen. Dazu

gehört u. a. der neue Reportgenerator, der die Access Berichte auf Dauer ersetzten soll. (übergangsweise gibt es 2014 beide Versionen). Die Umstellung in Richtung Web Client geht weiter. So soll es den ersten schreibenden Client in einigen Bereichen geben.  Wir sind gespannt.

Die Freigabe ist für Ende Januar 2014 geplant. Hier wird es dann auch wieder eine DVD und eine neue Lizenz geben.

Ulrich Seiboth

 

 

 

Dez 022013
 

1. November 2013

BMF trifft Klarstellung zur Gutschrift

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat am 25.10.2013 ein Schreiben an die obersten Finanzbehörden der Länder veröffentlicht. Das Schreiben befasst sich mit den seit Juli 2013 geltenden Änderungen der §§14 und 14a Umsatzsteuergesetz (UStG) bezüglich der Ausstellung von Rechnungen, insbesondere der sogenannten rechnungsersetzenden Gutschrift. Die Neuregelung hatte Diskussionen ausgelöst, ob der Begriff Gutschrift für die Korrektur einer Rechnung künftig Überhaupt noch verwendet werden darf. Einzelne Finanzämter hatten dazu unterschiedliche Auskünfte erteilt.

Im August 2013 hatten wir unter der Überschrift  Gutschrift ist nicht gleich Gutschrift  von dieser gesetzlichen Änderung berichtet. Damals hatten wir empfohlen, statt von einer Gutschrift von Rechnungsgutschrift oder Rechnungskorrektur zu sprechen. Nun hat das BMF hierzu eine Klarstellung getroffen. In seinem Schreiben heißt es wörtlich: „Die im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnete Stornierung oder Korrektur der ursprünglichen Rechnung als Gutschrift (sog. kaufmännische Gutschrift) ist keine Gutschrift im umsatzsteuerrechtlichen Sinne. Wird in einem solchen Dokument der Begriff „Gutschrift“ verwendet, obwohl keine Gutschrift im umsatzsteuerrechtlichen Sinne nach § 14 Abs. 2 Satz 2 UStG vorliegt, ist dies weiterhin umsatzsteuerrechtlich unbeachtlich. Die Bezeichnung als „Gutschrift“  führt allein nicht zur Anwendung des § 14c UStG.“

 

Mit seiner Klarstellung beendet das BMF alle Diskussionen um die richtige Bezeichnung einer Rechnungskorrektur. Es darf also weiterhin der Begriff  „Gutschrift“ verwendet. Wer bereits seine Reporte entsprechend angepasst hat, sollte sich den Aufwand sparen auf die ursprüngliche Bezeichnung zurück zu gehen.

 

Mit diesem Artikel aus dem Sage Mittelstandforum sollte sich die Sachlage geklärt haben.

Ulrich Seiboth